Wir schließen!
Der Brixpando-Shop war über die letzten 2,5 Jahre ein Passions-Projekt von mir (Patrick aka Brix just4me). Seit ca 10 Monaten habe ich den zusammen mit meinem YouTube-Kanal hauptberuflich geführt, wobei jedoch immer klarer wurde, dass dr Aufwand und der Umsatz nicht im Verhältnis stehen. Die Lösung wäre, das ganze in sehr großem Stil umzusetzen, wofür deutlich mehr Mitarbeiter, Lagerplatz und vor allem Budget benötigt werden würde. Zudem ist dabei immer noch nicht die Verfügbarkeit der Steine gegeben, da „der Hersteller“ keinen Direktvertrieb ermöglicht und ich somit immer auf sekundäre Marktplätze wie Bricklink angewiesen war/wäre.
Im März 2026 kam dann zusätzlich ein Umsatzeinbruch dazu, welcher nach bisherigen Recherchen vermutlich mit der Krise im Iran und den damit verbundenen Wirtschaftsschwankungen zusammenhing. Alles in allem nicht die beste Ausgangslage und der Grund, weswegen ich mich entschieden habe, das seit 2023 laufende Projekt nun zu beenden! Aber das ist nichts ausschließlich negatives!
Zusätzlich zu demnächst kommenden Rabatten gibt es nämlich ein letztes Mal die Möglichkeit, alle jemals erschienenen Produkte noch einmal vorzubestellen! Die einzige Ausnahme ist die Erweiterung des Shuttles von Ahsoka (75362), welche bereits seit über einem Jahr aus dem Programm genommen wurde. Zudem gibt es auch zahlreiche Gratisaktionen und Top Angebote! Der Ablauf lautet wie folgt:
Phase 1 – Vorbestellungen
Zeitraum: 10. bis 26. Juli 2026
Die erste Phase umfasst die bereits genannten Vorbestellungen von aktuell ausverkauften Produkten. Alles kann ein letztes Mal bestellt werden und wird dann speziell für die aufgegebenen Bestellungen gepackt. Wenn eine Bestellung keine Vorbestellungen enthält, wird sie wie bisher innerhalb von wenigen Werktagen auf den Versandweg gegeben. Sofern eine Vorbestellung dabei ist, erfolgt der Versand, wenn die Steine bei mir eingetroffen sind und von mir in die Packs verpackt wurden. Ein grober Richtwert ist Mitte August, je nach Menge der Vorbestellungen kann sich das auch noch ein paar Tage länger ziehen.
Zusätzlich dazu gibt es in diesem Zeitraum mehrere Gratisaktionen, darunter unter anderem die neueste BRIXXY Seasons-Edition für den Sommer 2026. Alle aktuellen Angebote und Aktionen findest du HIER.
Phase 2 – Erste Rabattphase
Zeitraum: 27. Juli bis 09. August 2026
In der zweiten Phase enden die Vorbestellungen. Es sind also nicht mehr alle Produkte verfügbar, nur noch die, die aktuell auf Lager sind. Diese werden durch die Bank weg um mindestens 20% reduziert, alle Produkte die vorher schon rabattiert waren, werden noch etwas weiter runter gesetzt.
Neben diesen Rabatten startet noch eine neue Gratisaktion einer bisher unbekannten BRIXXY-Edition. Auch hier findest du alle aktuellen Angebote und Aktionen HIER.
Phase 3 – 50% Rabatt
Zeitraum: 10. bis 23. August 2026
Die dritte Phase ist die Schlussphase des Shops. Es gibt mindestens 50% Rabatt auf alle vorrätigen Produkte, alle bisher reduzierten werden auch noch weiter runter reduziert. Dies gilt ausschließlich für vorrätige Artikel, es wird in dieser Phase nichts mehr nachgestockt!
Nach dem 23. August werden alle physischen Artikel dauerhaft aus dem Shop-Sortiment genommen. Der aktuelle Plan ist, dass die virtuellen Anleitungen weiterhin online und kaufbar bleiben.
Phase 4 – Live-Abverkauf mit Prototypen
Zeitraum: Wochenende vom 28. bis 30. August 2026
Sollte bei der letzten Schlussphase nicht alles verkauft werden, wird der Restbestand bei einem Live-Event abgegeben. Dieses wird voraussichtlich über die Plattform Whatnot geschehen, der genaue Termin wird noch bekannt gegeben. Alle Artikel und Erweiterungpacks (unabhängig der Größe) starten bei 1€ Startpreis und sind durch bieten zu ersteigern. Der genaue Umfang dieses Streams ist erst in der Woche vorher bekannt.
Auch wird es bei diesem Event die Möglichkeit geben, Prototypen und aufgebaute Sets aus den YouTube-Videos zu ersteigern. Diese wurden für die Vorstellungen bzw. Launches der Erweiterungen genutzt und sind die umgebauten Versionen der originalen Sets. Auch hier starten die Auktionen bei 1€.
Schlussworte
Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen von euch für die rege Unterstützung über die letzten Jahre bedanken! Es hat mir wirklich Spaß gemacht, für und mit euch zu designen und die Freude in der Community über die Erweiterungen zu sehen. Dass nun der Schluss gekommen ist, heißt nichts schlechtes! Klar, es ist ein Ende, aber für mich ist es die Möglichkeit eines Neuanfangs mit etwas, das vielleicht noch mehr Spaß macht. Das Konzept dieses Shops werde jedoch ich auch vermissen. Vielleicht gibt es ja irgendwann noch einmal die Möglichkeit, das ganze in größerem Stil umzusetzen, das wird aber nur die Zeit zeigen können!
Dass die Umsätze eingebrochen sind, heißt auch übrigens nicht, dass zu wenig Interesse am Konzept da war oder dass speziell du zu wenig im Shop gekauft hast. In diesem Fall lag es ganz einfach an der falschen Umsetzung des Gesamtkonzepts (mit zu wenig Mitarbeitern für den Workload) und der angeschlagenen Wirtschaftslage. Wenn die Preise von allem teurer werden, greift man seltener zu objektiv „unwichtigen“ Dingen wie dem Hobby. Ob der Shop länger durchgehalten hätte, wäre die Situation im Iran nicht gewesen oder ob es durch die fehlenden Arbeitskräfte im Shop sowieso zum scheitern verurteilt war, vermag ich zum aktuellen Zeitpunkt nicht zu sagen. Was ich aber sagen kann, ist:
Danke für alles und viel Freude mit den Rabatten! 🙂
Patrick
aka Brix just4me
Hier findest du das YouTube-Video zur Schließung:
Q&A
Entnommen aus den Kommentaren aus dem YouTube-Video
Macht es vielleicht Sinn, das Konzept in Kooperation mit anderen aus der Branche weiterzuentwickeln, die das Unternehmerische Fundament haben (Brickstory, Held der Steine, …)?
Die Überlegung war da, aber es waren noch ein paar andere Punkte, auf die ich im Video nicht genau eingegangen bin weil es sonst zeitlich gänzlich ausgeartet wäre. Zum einen muss halt einfach ein großes Startbudget da sein, um mehrere Personen sicher für mehrere Monate zahlen zu können und auch die Räumlichkeiten (die ja bei mir recht günstig in einer Privatwohnung waren) zu mieten. Dazu kommt aber auch, dass eine Skalierbarkeit durch Verfügbarkeit stark erschwert wird. Dadurch, dass ich ausschließlich neue Lego-Steine genutzt habe, sind die Packs immer von der Verfügbarkeit der Steine abhängig und wenn sich Lego entscheidet die nicht mehr zu produzieren, sitzt man als Shop da schnell auf dem Trockenen. Das ist im kleinen Rahmen lösbar, aber sobald plötzlich hunderte verschiedene Packs im Lager liegen müssen, ist der Aufwand dann immer eine neue Lösung für jedes Pack zu finden einfach enorm (Substitution finden, Packlisten aktualisieren, Anleitungen erneuern, Produktbild ggf. ändern etc.)
Mit einem Team eventuell möglich, aber selbst da ist es ein Glücksspiel, ob zum einen das Konzept langfristig funktioniert (Wirtschaftslage) und aber auch der Aufwand durch die Größe sich nicht exorbitant vermehrt.
Aber ich find es auch sehr schade, das Konzept an sich ist Mega cool! Aber solang man nicht selbst eigene Steine herstellt (oder sonst irgendwie Kontrolle über die Produktion bekommt um „unendlich“ skalieren zu können), ist es einfach nur das, was es bei mir war: ein Fanprojekt!
Du meinst ja (im Video), das wär ein Job für 4. Hattest du echt so viel Nachfrage? So generell 2 seh ich ja noch; Einer designt Upgrades und macht Youtube, der Andere regelt den Verkauf. Aber was würden die anderen beiden machen?
Es geht mehr um den ganzen Bürokram dahinter. Eine Sache wäre die Buchhaltung, Einkauf und Website-Pflege (die allein schon unfassbar viel Zeit in Anspruch nimmt). Ich hätte die Website liebend gern noch weiter optimiert (bessere Startseite, zweisprachig, noch bessere Verlinkungen), dafür fehlte aber einfach die Zeit. Auch mit dabei wären die Produktbilder für die Website. Der zweite Job wäre wie du schon sagst Design, wobei das auch locker zwei bis drei Personen machen könnten. Dadurch kann die Produktvielfalt erweitert werden, wodurch mehr Leute auf den Shop kommen (siehe als Beispiel die Beleuchtungsfirmen. Licht für ne Pflanze?). Als Nächstes wäre der YouTube-Part dran, bzw. generell Social-Media. Auch da hätte ich super gern mehr gemacht (TikTok, Insta etc.), aber es war einfach nicht drin. Dann Marketing und Vertrieb, also auch darum kümmern, dass die Produkte vielleicht mal an andere YouTuber verschickt werden etc. Naja und zu guter letzt noch jemanden (oder mehrere, je nach Menge) zum Produkte packen und Bestellungen verschicken. Ist schon ordentlich was zu tun…
War das mit dem Bricklink-Shop nicht besser?
(Hintergrundinfo: Vor einigen Jahren hatte ich auch einen Bricklink-Shop mit Einzelsteinen, welcher ebenfalls mit YouTube-Videos begleitet wurde)
Der Aufwand war marginal geringer, die Marge dafür deutlich. Dadurch, dass ich da in einem sehr preisgetriebenen Feld unterwegs war, war eine Anpassung der Preise nicht so einfach möglich. Das war jetzt beim Shop deutlich besser. Dadurch, dass das Produkt selbst einzigartig war, konnte ich die Preiskalkulation wirklich auf den Kosten aufbauen und musste nicht wie bei Bricklink drauf hoffen, dass sich das meiste aus dem Set verkauft. Also an sich ist das neue Konzept schon ein deutlicher Schritt nach vorn, aber durch die Abhängigkeit von einer fremden Produktion noch nicht ganz das gelbe vom Ei.
Warum soll ein 24 Jahre altes Spezialset nicht 2000 euro wert sein? In 10 Jahren wirst du sagen, keine Chance das der jetzt 6000 euro wert ist ^^
(Hintergrundinfo: Es ging um die Aussage, dass ich es nicht nachvollziehen, wie sich die Preise auf dem Zweitmarkt momentan entwickeln. Dass ich es nicht einsehe, dass der UCS Naboo Starfighter (10026) mittlerweile über 2000€ kostet)
Damit meine ich, dass ein Set nicht wirklich so viel „wert“ ist. Geht mir nicht um das typische „ist doch alles nur Plastik“, sondern dass die Zielgruppe, die momentan mit Lego handelt (denn das ist das worum es wirklich geht), nicht wirklich Interesse am Hobby selbst haben. Es geht nicht um Set (denn das ist wie im Falle des Naboo Starfighters definitiv nicht 2000€-schön), sondern darum, die seltensten und besondersten Stücke zu sammeln. Was das gesammelte ist (Pokemon-Karten, Lego, FunkoPops) spielt dabei erstmal eine untergeordnete Rolle, nur dass die Leute sich dann grade so tief in die Lore rein arbeiten, um die seltensten Stücke erkennen zu können. Es sind also keine sammelnden Lego-Fans, sondern Sammel-Fans die Lego kaufen. Aus dem Grund ist der Wert des Sets nicht der tatsächliche Wert des Sets, sondern ein artifiziell hochgetriebener Sammlerwert, der unter normalen Bedingungen nie entstanden wäre.
Sobald die Sammler ein anderes Thema entdecken (falls Lego dafür mal uninteressant sein sollte) wird dieser Preis wieder enorm nach unten schwinden. Es ist kein Zufall, dass die gesamte Preissteigerung in den Jahren 2021 bis 2026 passiert ist, und nicht davor. Da waren die Sammler nämlich noch nicht im Thema Lego (oder Pokemon) drin.
Ist also die Preispolitik oder eine künstliche Verknappung des Unternehmens Schuld daran?
Ich wollte damit weniger auf Lego schießen, bzw auf einen Missstand innerhalb der Preispolitik oder künstlicher Verknappung oder so eingehen (das ist ein Thema für eine anderen Tag). Es ging mir mehr darum, dass für die aktuellen Käufer eigentlich nicht mehr die Liebe zum Hobby im Vordergrund steht, sondern das ganze stattdessen als Investment gesehen wird. Während es den meisten Lego-Fans bis vor ungefähr 5 Jahren noch wichtig war, wie schön die Sets waren, wie cool die eigene Sammlung für einen selbst ist und wie man (auch mit verschlossenen Sets) die beste Lösung fürs eigene Hobby finden kann, ist Lego mittlerweile immer mehr zu einem Statussymbol geworden. Die Leute, die seit 2021 ins Hobby gerutscht sind, sehen es zum großen Teil als Symbol, als Altersanlage, als „ich bin was besonderes“. Ich sage nicht, dass das falsch ist; es macht aber nachträglich denen das Hobby kaputt, die es aus Liebe zu den Sets ausgeführt haben. Für die steigen die Preise (weil die anderen es einfach nur „besitzen“ wollen um damit anzugeben) und das aktuelle Lineup der Firma ändert sich auch. Die merken nämlich, dass sich Display-Sets einfach wunderbar verkaufen (Statussymbol) und bringen weniger Spielsets und mehr zum hinstellen raus.
Und schon wird aus der Firma, die einst die Kindheit geprägt hat eine, die nur noch als „Status“ taugt. Was früher ein Aushängeschild oder ein richtiges Hobby zum Spaßhaben war, ist heute die spezifische Konstruktion der eigenen Sammlung aus möglichst vielen seltenen, teuren Sets und Figuren. Es geht einfach nicht mehr um das Set oder die Figur an sich, sondern nur noch um den Wert. Und das ist furchtbar schade.
(Was die Leute an der Stelle vergessen: wenn jeder sich den Status erkaufen kann, ist er nichts wert. Aber das sei mal dahingestellt ^^)
Du erwähnst einen „Hate“ in der Lego-Community. Meinst du die Spaltung je nachdem, was man sammelt (Lego®-Sets, andere Klemmbausteinsets oder Nachbauten aus China)?
Es ging mir bei der Aussage über den „Hate“ in der Klemmbaustein-Community weniger um eine Spaltung zwischen den genannten Lagern (Lego-Fans, Kemmbaustein-Fans und Fans einzelner YouTuber) basierend auf dem, was man sammelt, sondern vielmehr darum, dass es eine bestimmte Gruppe innerhalb dieser Lager gibt, die den anderen mit allen Mitteln jedes Hobby vermiesen möchte. Und daraus resultiert nicht unbedingt, dass mein Shop darunter gelitten hat (weil mehr Kommentare = mehr Aufmerksamkeit I guess), sondern dass die Fans des eigentlichen Hobbys massiv darunter leiden. Am Ende ist ein Hobby, rein psychologisch gesehen, nur eine Möglichkeit für Menschen, sich zu Gruppen zu finden, die die gleichen Interessen haben. Wenn diese Gruppe, im Endeffekt von innen heraus, infiziert wird und statt zuvor sehr emotionaler Entscheidung zu treffen nun dazu gebracht wird, sich für ihr Hobby faktisch rechtfertigen zu müssen, ist es plötzlich kein Hobby mehr. Es steckt einfach nicht mehr der gleiche Spaß dahinter, den das Hobby ursprünglich ausgemacht hat.
Und klar könnte man jetzt aufs „ignorieren“ plädieren, also der Gruppe die einen teils persönlich angreift („Du bist doch zurückgeblieben wenn du XY kaufst“) einfach nicht zuzuhören. Dennoch, es nagt ganz unbewusst an der Psyche. Und dieser unterbewusste Stress ist eigentlich nichts, was ein Hobby bieten sollte, schon gar nicht so ein schönes wie Lego.
Jeder soll machen was er will! Nur wenn man anfängt anderen erklären zu wollen, dass sie bei ihrem Hobby etwas falsch machen, dann ist es einfach kein Hobby mehr!
